Teescheune

Die Galeriemühle in Stapelmoor wurde 1909 von dem Müller Jan Luiken ter Haseborg gebaut. Zum Bau dieser Mühle wurde die fast hundertjährige Stapelmoorer Ständermühle (Bockwindmühle), die auf dem Ballerschen Grundstück am Möhlenweg stand, abgerissen. Von der Mühle wurden die 18,5 m langen Flügel, die ehemals mit Segel bespannt waren sowie der Steinkran, wiederverwendet. Nachdem ter Haseborg im 1.Weltkrieg fiel, wurde die Mühle von Marikus Hemmen aus Victorbur (Aurich) erworben. 1951 übernahm Beene Wichers den Mühlenbetrieb, dessen Sohn Heinz Wichers bis zu seinem Tod im Jahre 2009 die Mühle betrieb. Seitdem halten die vier Töchter den Mühlenbetrieb aufrecht.

Dreistöckiger Galerieholländer mit Windrose, Getreidemühle, Gewerbebetrieb, 3 Schrotgänge, 2 Graupengänge, 1 Mahlgang, Die Mühle wurde 2001 vollständig wieder aufgebaut. Besichtigung nach Vereinbarung Die vier Müllerinnen sind gerne bereit, Ihnen mehr über das Müllerhandwerk zu erzählen. Bei Voranmeldung wird in der angrenzenden Teescheune nach Ihren Wünschen die Tee- oder Kaffeetafel bis zu einer Anzahl von 70 Personen gedeckt.

1558

 

1707

 

 

 

 

 

1776

 

 

 

17—

 

17— - 1874

 

1853

 

1862

 

1862

 

 

 

19—

 

1909

 

1909 - 1911

 

 

 

 

 

1917

 

 

1919

 

 

1945

 

 

 

 

1951

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1953

 

1956

 

 

 

 

1956 - 1957

 

1958

 

1959

 

1962

 

1963

 

1965

 

1969

 

1970

 

1972

 

 

1973

 

 

1974

 

 

1978

 

 

 

1979

 

1980

 

1981

 

 

 

1982

 

 

1989

 

 

 

 

1991

 

1995

 

 

 

 

 

 

1996

 

 

1997

 

 

 

 

1999

 

2001

 

 

2005

 

2007

 

2009

 

 

 

 

 

 

 

 

2011

Wird von der ersten Bockwindmühle in Stapelmoor berichtet, dass sie von einem Sturm umgeworfen wurde.

 

Als ein besonderes Schmuckstück wird die zweite Ständer- oder Bockwindmühle geschildert, die auf dem Baller'schen Grundstück (heute Bernhard Meijer, Möhlenweg 42 ) stand. Es handelt sich um einer der wenigen Roggenmühlen in der entgegen dem ostfries. Mühlenrecht das Führen einer Beutelkiste (Sichter) erlaubt war. Das Ostfriesische Mühlenverzeichnis von 1818 führt die Bockmühle als Mahl- und Peldemühle an. Harm Borcherts betrieb zu der Zeit mit seiner Frau Elske geb. Steerenborg die Bockmühle.

 

Die Mühle wird an Sohn Albert Harms Mülder vererbt. Er heiratete die begüterte Antje Geerds de Boer, mit deren finanzieller Hilfe er seine beiden Brüder auszahlen konnte. An dieses Ehepaar erinnert der Mühlen-Wappenstein mit der Jahreszahl 1777/1800 im Giebel des Hauses, Hauptstr.61.

 

Sohn Gerd de Boer mit seiner Frau Nantje Sjammen übernehmen die Mühle. Er war Müller, Bauer und Deichrichter.

 

War Bäckermeister Ulfert Beerends Boten Pächter dieser Mühle. 1847‑

 

Müller Johann G. Müller.

 

Jan M. Freesemann (Schwager von Gerd de Boer)

 

Übereigneten Antje Geerds de Boer und ihr Mann Jan Jans Müntinga ihren Sohn Everhard Müntinga die Mühle. Er war verheiratet mit Aissina Spekker. 1863 Nach dem frühen Tod ihres Sohnes Everhard Müntinga übernahmen die Eltern Müntinga die Mühle.

 

Letzter Müller auf der malerischen Bockwindmühle war Jan Luiken Janssen ter Haseborg.

 

1909     Abriss der Bockwindmühe durch Jan Luiken Janssen ter Haseborg.

 

Neubau eines Galerieholländers am Möhlenweg 27 durch Jan Luiken Janssen ter Haseborg, verheiratet mit Bertha Wübbelina geb. Dirks.Um die Kosten, auch für das Wohnhaus mit Bäckerei (Möhlenweg 25), aufbringen zu können, wurden die Flügel, Flügelwelle, der Steinkran sowie der Beutelkasten in der alten Bockwindmühle ausgebessert und übernommen.Der dreistöckige Unterbau errichtete Bauunternehmer Christian Wilken, Stapelmoor. Der Emder Mühlenbaumeister Richard Harders setzte darauf die Holländermühle.

 

Jan Luiken Janssen ter Haseborg starb im 1. Weltkrieg in der Nähe von Laan (Frankreich). Er wurde in einem Kameradengrab auf den Soldatenfriedhof Cerny-en-Laonnois oder Vauxbuin beigesetzt.

 

Marikus Antoni Hemmen, aus Fahne bei Aurich und seine Frau Harmke Gerdes Harms kauften für 18.000 Goldmark die Mühle, das Müllerhaus und die Ländereien.

 

In den letzten Kriegstagen nahmen zur Ems vorrückende kanadische Truppen die Mühle unter Beschuß. Vier Treffer gingen in Kappe und Mühlenrumpf, zwei davon durchschlugen die Flügelwelle im vorderen Bereich. 1946 Übernahm sein Sohn Johann Hemmen mit seiner Frau Trinette geb. Busemann aus Coldam die Mühle. Das Ehepaar zog später in die Niederlanden.

 

Im Juni des Jahres erwarb Beene Reemt Wichers mit seiner Frau Tieske geb. Oltrop den Galerieholländer und 4 Ar Land für 14.000 DM.

Am 1. August übernahm sein Sohn Heinz Beene Wichers das Arbeiten auf der Mühle Stapelmoor, er hatte zuvor schon 8 Jahre bei seinem Vater auf der Burgmühle Sterrenberg in Weener gearbeitet.

 

Müller Beene Reemt Wichers pachtete die Burgmühle 18 Jahren lang (1938-1956).

 

Die Stapelmoorer Mühle wurde teilweise saniert. Das Mauerwerk und die Fenster wurden ausgebessert, Kämme und Streben ausgetauscht, ein Graupengang eingebaut und der Blaustein für die Verarbeitung von Weizenmehl neu "gebillt". Auch wurden zwei Flügel die noch Segelbespannung hatten durch Jalousien ersetzt.

 

28. Juli bestand Heinz Wichers im Alter von 22 Jahren seine Meisterprüfung.

 

Die Schooren müssen erneuert werden. Der "Steert " wird durch die Windrose ersetzt. Diese Arbeiten führte der Mühlenbauer Wurps aus Riepe durch.

 

Die Windrose erhielt der Müller von der Mühle Sterrenberg aus Diele für 6000 DM.

 

Das neue Müllerhaus wird gebaut und das Grundstück um 15 Ar vergrößert.

 

Heinz Wichers heiratet Tetjedine geb. Bruins und macht sich in Stapelmoor sesshaft.

 

Am 07.Juni erblickt seine erste Tochter Anne-Else das Licht der Welt.

 

Ein Mühlenflügel knickt ab und stürzt herunter, Anne-Else wird knapp verfehlt. Im selben Jahr erfolgte die Reparatur.

 

Am 10.Juli kommt die zweite Tochter zur Welt, Johanne Otthilde.

 

Zwei Pellgänge und ein Weizengang werden aus der Mühle entfernt.

 

Am 24. März kommt die dritte Tochter zur Welt, Titia Gretchen.

 

Am 09. September erblickt die vierte Tochter, Wilma Theodora das Licht der Welt.

 

Der "Jahrhundertsturm" vom 13. November riss der Mühle Flügel und Windrose ab und beschädigte Kappe und Galerie. Im gleichen Jahr wird die jetzige Teescheune als " Holzschuppen mit Viehställen " aufgebaut.

 

Der Mahlbetrieb wird für 6000 DM auf elektrischen Antrieb umgestellt. Ein Jahr lang hatte Heinz Wichers das Korn mit der Kutsche nach Weener gefahren und dort gemahlen.

 

Die komplette Galerie stürzt unerwartet herunter. Müller Heinz Wichers war in der Mühle. Anne-Else spielte draußen und Karl Haan verließ kurz vorher als Kunde die Mühle.

 

Der Müller zieht in Erwägung die Kappe für 10.000 DM in die Niederlande zu verkaufen. Im gleichen Jahr stirbt sein Vater Müller Beene Reemt Wichers. Heinz Wichers kaufte die Mühle von seiner Mutter Tieske Wichers für 20.000 DM. Zusätzlich bezahlte er einen Erbanteil an seinem Bruder Diedrich Wichers.

 

Eine Interessengemeinschaft wird ins Leben gerufen.

 

Viele große Aktionen laufen für den Erhalt der Mühle u.a. Papiersammelaktionen, Gewinnspiele auf der Ostfrieslandschau.

 

Die Finanzierungskosten von 120.000 DM sind unter der Regie von Stadtdirektor Peter Teichmann gesichert. Im Mai beginnt Mühlenbauer Mönck aus Großefehn mit der Restaurierung. Bauunternehmer Freerk Röskens übernimmt zum Teil die Renovierungsarbeiten an Kappe und Achtkant.

 

Eine Gruppe von Freiwilligen unterstützen die Malerarbeiten innen und außen, sowie den kompletten Flügelanstrich. Am niedersächsischen Mühlentag strahlte die Mühle im neuen Glanze und erfreute viele Besucher.

 

Am 14. Juli lädt die Interessengemeinschaft Stapelmoorer Park mit der Müllerfamilie zum 80. Geburtstag der Mühle ein.

Im September wird der Weg zur Mühle und um die Mühle neu gestaltet.

 

Die Mühlenflügel stehen auf Trauerstellung. Harmke Hemmen stirbt im Alter von 98 Jahren.

 

Am 23.12. stirbt Tieske Wichers geb. Oltrop im Alter von 92 Jahren.

 

Die Stadt Weener hat aus eigenen Mitteln rund 20.000 DM in den Stapelmoorer Galerieholländer investiert. Damit wurden Schutzgeländer, Stützen und der Bodenbelag der Galerie teilweise erneuert.

 

Für das kommende Jahr sind noch weitere Unterhaltungsarbeiten geplant. Es geht um die Erneuerung der einliegenden Hölzer der Mühlenflügel, eine Verstärkung der Mauerwerksauflagerpunkte der tragenden Holzbalkenkonstruktion im Bereich der einzelnen Stockwerke an der Westseite und ein kompletter Mühlenanstrich.

 

19. April startet in Hahnentange die 1. Freizeitmüllerausbildung der VHS-Leer, an welcher die vier Wichersschwestern und zwei Schwiegersöhne teilnehmen.

 

12. Mai stirbt Ehefrau Tetjedine Wichers geb. Bruins.

 

Am 15. November bestehen Anne-Else, Johanne, Titia und Wilma Wichers, sowie Jan Meints und Hermann Plock die Freizeitmüllerausbildung.

 

13. Januar, die reparaturbedürftigen Flügel und Kappe werden abmontiert.

 

Von Februar bis Juli erhält die Mühle von der Firma Hass, Norden eine neue Kappe sowie neue Flügel. Sanierungskosten 430.000 DM.

 

Die Galerie der Mühle ist baufällig und darf nicht mehr betreten werden.

 

Die Stadt Weener bemüht sich um Fördermittel.

 

Am 20. und 21 Juni - Mühlenfest zum 100 jährigem Bestehen.

 

Das Rheiderländer Mühlenbrot -Proiekt wird ins Leben gerufen.

 

Am 05. Oktober stirbt der Müllermeister Herr Heinz Beene Wichers im Alter von 78 Jahren. Er stirbt einen Tag vor seinem Geburtstag, genauso wie vorher auch sein Vater einen Tag vor seinem Ehrentag verstarb.

 

Bis heute erhalten die vier Müllertöchter Anne-Else, Johanne, Titia und Wilma den Mühlenbetrieb aufrecht.

 

Am 21. Januar wurde der Mühlenverein zum Erhalt der Mühle gegründet.

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